Bullysoft und YouTube

Obwohl auch ich mittlerweile zum etwas älteren Semester gehöre, ist das Internet und somit auch YouTube eine meiner Informationsquellen. Von Zeit zu Zeit sehe ich mir gerne die teilweise mit viel Liebe und Herzblut erstellten Filme an. Doch oftmals kann ich mir am Ende der Filmbetrachtung ein kritisches Hinterfragen des Beitrages, nach Sinn und Inhaltlichem Wert, nicht verkneifen.

Das Angebot an Filmen zum Thema „Fotografie“ ist auf YouTube schier unüberblickbar. Es ist Material von „Influencern“, von selbsternannten Koryphäen (oder waren es Koniferen??) und von engagierten Hobbyfotografen im Angebot. Viele Filme unterscheiden sich inhaltlich sehr wenig, denn oftmals werden lediglich die technischen Spezifikationen heruntergeleiert oder das auspacken neuen Equipments ausufernd präsentiert. Wahrscheinlich lassen sich so eine Menge Klicks erzielen, die ja im Umkehrschluss für den YouTuber eine Menge Geld bedeuten können. Denn nur Geld verdienen zählt, der Rest (Inhalt) ist scheinbar Nebensache. Doch ich suche nach Material, dass für mich einen neuen Wissensraum eröffnet und näherbringt oder mich zum Nachdenken, auch gerne kritisch, anregt.

Doch es gibt zum Glück noch einige rühmliche Ausnahmen, bei denen das Hobby und nicht das Geldverdienen im Vordergrund steht. An dieser Stell möchte ich gerne einen YouTuber hervorheben, der sich von der, dem Mainstream angepassten Masse, angenehm abhebt, und dafür bekannt ist, seine EIGENE und für viele unbequeme Meinung zu vertreten.

Er selbst bezeichnet sich als „engagierter Hobbyfotograf“, ich bezeichne ihn als einen Menschen mit mittlerweile vierzig jähriger praktischer Fotoerfahrung, der für alles Interessante aufgeschlossen ist, aber auch dabei gerne auf altbewährte Technik zurückgreift. Jemand der weiß was er tut und zu dem auch steht.

Dieser engagierte Hobbyfotograf und YouTuber heißt: Sven Klügl

Die von ihm abgedeckten Themenbereiche gehen von Motivtipps (Rauch- oder Farbschlierenfotografie) über Bildbearbeitung (mit Lightroom oder Luminar) bis hin zu einer, mehr als 30 Folgen umfassenden Serie, zum Thema „Makrofotografie“. Diese Tipps erfolgen nie mit dem erhobenen Zeigefinger oder nach dem Motto: Sie stellen die Blende X und die Verschlusszeit Y ein und schon wird alles gut. Nein, er regt an sich ein Foto zu erarbeiten und die Entstehung zu verstehen und zu erfahren.

Doch eine meiner Lieblingsthemen sind die Beiträge aus dem Bereich „Mit offenen Augen“, in der Sven Klügl das eine oder andere Thema sehr kritisch, aber immer von mehreren Seiten aus betrachtet. Dabei wählt er auch hin und wieder sehr hart erscheinende aber immer ehrliche Worte, da er nicht genötigt ist, einem Sponsor nach dem Mund zu reden.

Hier geht es zu seiner YouTube Startseite.

In meinen Augen ein YouTube Kanal der es Wert ist, abonniert zu werden. Dies ist zumindest meine Meinung, wie Sie darüber denken, obliegt ihrer eigenen Bewertung.

Ganzjahresfütterung von Vögeln

Nachdem ich in der Vergangenheit bereits geschrieben hatte, dass ich Anhänger der Ganzjahresfütterung bin, möchte ich an dieser Stelle einmal kurz auf das Futter verweisen, welches ich meinen gefiederten Gästen (und Models) auf meinem Balkon anbiete.

Ich verfüttere sowohl Erdnüsse als auch Fetttafeln gleichzeitig, und habe immer ein Wasserbecken parat stehen. Dieses ist sowohl als Trinkstelle als auch als Badestelle geeignet.

Das meine Futterauswahl angenommen wird zeigen mir die unterschiedlichen Vogelrassen. Neben Kohl- und Blaumeisen durfte ich auch schon Hauben- und Tannenmeisen begrüßen. Es ist sehr spannend zu sehen, wie die Jungvögel von den Eltertieren gefüttert werden. Neben den Meisen sind mir bis jetzt auch Kleiber, Stieglitz, Rotkehlchen, Eichelhäher, Dompfaff, Sperling, Drossel, Amsel, Zaunkönig begegnet. Als Highlight betrachte ich derzeit den mittlerweile regelmäßigen Besuch von drei Buntspechten (Elterntiere mit Nachwuchs). Sicherlich werden auch noch andere Vögel die Futterstelle aufsuchen, aber der Tatsache geschuldet, dass ich einer geregelten Arbeit nachgehe, konnte ich noch nicht alle Besucher beobachten.

Hier ist das von mir verwendete Futter (alle Links sind Werbung)

Erdnussbruch      
       
Sortiment mit Halter Tafeln mit Insekten Tafeln mit Erdnüssen Tafeln mit Beeren
   
Halter Tafeln mit Insekten Tafeln mit Erdnüssen Tafeln mit Beeren
       
       

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Sonne, Strand, Meer, Berge und ……….. Fotografie

Es ist mal wieder soweit, denn die schönste Jahreszeit steht vor der Tür, die Ferienzeit. Endlich ausreichend Zeit für unser Hobby. Doch zuvor stehen noch viele stressige Momente im Zusammenhang mit der Reiseplanung und der Anreise an den Urlaubsort, mit dem Kofferpacken und dem stehen im Stau im Zentrum unserer Freizeit. Dies alles sind wahrlich wenig verlockende Aussichten, und führen dazu die Urlaubsplanungen noch einmal zu überdenken.

Die Schrecken die dies alles bereits im Vorfeld verbreiteten, führte in diesem Jahr zu einer überraschenden Änderung der Urlaubsplanungen. Nicht ein langer Urlaub, nach bekannten Schema, sollte es werden. Nein wir entschieden uns für Kurzurlaube.

Meine Freundin und ich hatten einen Kurzurlaub geplant mit der Hauptaufgabe uns etwas Abstand vom Alltagstress und den täglichen Problemen zu verschaffen. Aus dem erhofften „etwas“ Abstand wurde eine riesige wohltuende Distanz vom alltäglichen Chaos. Wir haben die Wünsche nach Ruhe und Relaxen mit den Punkten Natur und Entspannung gepaart und ich konnte auch noch mein Hobby mit einfließen lassen. Daraus wurde ein für uns perfekter Urlaub, der leider viel zu früh endete. So ist das aber nun einmal bei einem Kurzurlaub.

Unser, leider nur vier tägiger Kurzurlaub, war ein schöner Appetizer der den Wunsch nach mehr weckte. Wir verbrachten die Tage bei schönem bis typisch nördlichem Wetter auf einer wundervollen Insel. Es waren schöne Tage auf dem „roten Fels“ in der Nordsee, auf Helgoland. Bereits nach wenigen Stunden waren mir Handy und Computer und Erreichbarkeit egal, ich freute mich vielmehr auf eine Insel die sehr viel Ruhe und Gelassenheit ausstrahlte und über den Duft des Meeres.

Zur Begrüßung besuchte uns eine Silbermöwe auf der Dachterrasse unseres Hotelzimmers. Sie setzte sich auf das Geländer und beäugte uns komische Vögel. Anscheinend hatten wir die Prüfung mit wohlwollendem Ergebnis bestanden, denn diese Möwe besuchte uns täglich.

In den vier Tagen wurde die Hauptinsel und die Nachbarinsel „Düne“ erkundet. Dabei avancierten die natürlichen Bewohner zu meinen Hauptmotiven. Es war ein sagenhaftes Gefühl sich Seehunden und Kegelrobben bis auf rund 30 Meter nähern zu können. Doch noch näher kamen wir den Basstölpeln, die in knapp 50 Zentimeter Entfernung ihr Küken wärmten. An anderer Stelle konnten wir in einem Süßwassertümpel der Gefiederreinigung der unterschiedlichsten Vögel beiwohnen. Es war eine Wonne zu beobachten, wie die Vögel sich bei der Gefiederpflege im Wasser drehten und wanden um auch ja jede Feder vom Salz zu reinigen. Und dieses obwohl wir in nur vier Meter Entfernung auf einer Parkbank saßen.

Dies alles waren unvergessliche Momente, die ich versuchte in Bildern festzuhalten. Im Augenblick sichte ich die mehr als 900 Fotos und stelle fest, dass bei jeder Betrachtung der Fotos ein wenig der Ruhe zurückkehrt, und mich sagen lässt.“ Helgoland, ich komme wieder.“

Sind Fotografen eigentlich auch Naturschützer?

In meinen Augen lässt sich Fotografie, mit den Schwerpunkten: Natur, Landschaft, Tier und Makro, eigentlich nicht vom Thema“ Naturschutz“ trennen. Denn ist die uns überall umgebende Natur erst einmal zerstört oder gänzlich ruiniert, dann haben wir nichts mehr was wir fotografieren wollen oder können (das gilt für die oben genannten Themengebiete). Es ist sicherlich auch unbestreitbar das wir durch Unachtsamkeit oder „eigene Blödheit“ die eine oder andere Pflanze beschädigen oder gar zertrampeln. Doch ich glaube, dass dies nicht mit Vorsatz geschieht. Ebenso werden wir auch schon so manches Insekt von dieser Erde verbannt haben, doch dies nicht aus Freude am Töten, sondern vielmehr aus den vorgenannten persönlichen Unzulänglichkeiten. Ich hoffe das bei Ihnen, ebenso wie bei mir, unsere achtbeinige „Thekla“ ihren Wohnsitz in der Zimmerecke oder auf dem Balkon behalten darf. Ich freue mich jedes Jahr im Herbst aufs neue, wenn „meine“ Kreuzspinne im Blumenkasten wieder ihr Netz aufspannt.

Fotografen sind in meinen Augen Menschen, die die Schönheit und die Einmaligkeit der Natur erkannt und schätzen gelernt haben. In den letzten Tagen habe ich ein Buch von Prof. Peter Berthold und Gabriele Mohr gelesen. Es heißt:

Vögel füttern, aber richtig: Das ganze Jahr füttern, schützen und sicher bestimmen

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Klar, auch ich habe auf meinem Balkon im Winter meine gefiederten Gäste bewirtet und mit Futter und Wasser versorgt, doch mit dem Beginn des Frühjahres habe ich die Futtergaben eingestellt und mich auf das darbieten von Wasser beschränkt. Dieses Buch hat mir aufgezeigt, dass mein Verhalten im Winter schon sehr hilfreich für die Vögel war, doch eine kontinuierliche Fütterung über das ganze Jahr hinweg würde unseren gefiederten Freunden mehr helfen.

Warum??

Durch das nicht mehr zu leugnende Insektensterben und das Verschwinden von Wild-(Un-)kräutern aus unseren Gärten und Feldern fehlt es einfach an ausreichend Futter für unsere geflügelten Mitbewohner. Dieses heute fehlende Futter erschwert oder verhindert sogar die Eiablage und Aufzucht von Nachwuchs, sowie die bei einigen Arten typischen Zugaktivitäten nach Afrika. Dies alles führt nachweislich zu einem Rückgang der Vogelpopulation in unseren Breiten und vor allem in Deutschland. Während in anderen Europäischen Ländern die Ganzjahresfütterung mittlerweile fester Bestandteil der Tierschutzmaßnahmen ist, beginnen wir erst langsam darüber nachzudenken. Wir sollten nicht zu lange mit einer Entscheidung warten, denn bei einem immer schneller fortschreitenden Rückgang der Vogelpopulation, wird es allmählich Zeit zu handeln.

Oder uns gehen irgendwann unsere Motive aus.

Eine Tatsache die sicherlich die schlechtere Alternative ist. Ich habe die Gedanken und die Bedenken der beiden Autoren nachvollziehen können, aber vor allem konnte ich den vielen Fakten und Tatsachen uneingeschränkt folgen. Dieses Buch hat mich zum Nachdenken und zur in Fragestellung meiner Lebenseinstellung bewogen. Dies alles mit dem Ergebnis, dass ich ab sofort auch eine Ganzjahresfütterung auf meinem Balkon anbieten werde.

Dies ist sicherlich, global betrachtet, nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein, aber wenn Sie alle mitmachen, dann wird daraus vielleicht etwas mehr als ein Tropfen, mit dem Effekt, dass wir unsere gefiederten Gäste auch zukünftig zu einem spannenden und erfüllenden Fotoshooting einladen können, weil es unsere heimischen Wildvögel noch gibt.

Wir können es auch anders betrachten, dass von uns an die Vögel verfütterte Futter ist lediglich der Anteil an der Gage der jedem Model zusteht. So wie zweibeinige Models eine Gage für ein Fotoshooting erhalten, so können wir uns auch bei unseren gefiederten Models für ihre Mitarbeit bedanken. Wir bezahlen sie mit einer regelmäßigen Futtergabe. Eine Betrachtung die dem einen oder anderen die Entscheidung vielleicht etwas vereinfacht.

Ich kann dieses Buch nur jedem Fotografen, mit einem Faible für Natur und Tiere, ans Herz legen. Natürlich sollte auch jeder andere dieses Buch lesen und seine Verhaltensweise hinterfragen.

Dies alles getreu meinem Leitspruch:

„Dieser Planet ist nur von unseren Kindern geborgt, ….“ (Autor unbekannt)

Oder mit anderen Worten, ich möchte gerne, dass meine Enkelkinder diese wundervollen Geschöpfe mit eigenen Augen sehen und bei ihren morgendlichen Konzerten mit eigenen Ohren zuhören können. Ich selbst habe das Vergnügen morgens nach dem Aufwachen durch ein wundervolles, beruhigendes Konzert in meinen stressigen und hektischen Tag hinein geleitet zu werden. Ich möchte meinen Enkeln diese farbenfrohen und artenreiche Tiere nicht auf meinen Fotos zeigen müssen, mit dem Spruch: “Es war einmal…“, oder spiele ihnen irgendwelche Audiomitschnitte vor.

Lassen Sie uns einen Schritt in eine etwas buntere und artenreichere Welt machen, zwar ein kleiner aber immerhin überhaupt ein Schritt in die „richtige“ Richtung.

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Wo gibt es Senf?

In dieser Kategorie wird weder über Gewürze noch über Kochrezepte gesprochen. Vielmehr möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, um mich zu dem einen oder anderen Geschehen oder Ereignis, auch jenseits des Tellerrandes der Stockfotografie, zu äußern. Ich beabsichtige hier meine Meinung zu bestimmten Themen zu äußern, meine Ansichten ans Tageslicht zu hieven, oder wie man bei uns sagt:

Meinen Senf dazu zugeben

Wir lassen uns dann einmal überraschen…….