Jetzt auch Alamy

Wie die Stockagentur „Alamy“ bekannt gibt, wird sich der Fotografenanteil an den Verkaufserlösen von bisher 50% auf 40% reduzieren.

Bisher war Alamy noch eine Agentur die fair mit ihren Partnern umgegangen ist, doch mit der aktuellen Entscheidung hat Alamy diesen Weg verlassen. Obwohl der Fotografenanteil immer noch über den ansonsten weitverbreiteten 20% – 25% liegt, ist dies eine Entwicklung die traurig stimmt.

Die angekündigten Änderungen sollen im Februar 2019 realisiert werden.

Adobe Stock und Fotolia

Der Stockfoto Markt unterliegt stetigen Wandlungen, eine der aktuellsten Änderungen stellt der von Adobe bekanntgegebene Terminplan zur Abschaltung von Fotolia dar.

Nach der Übernahme durch Adobe war dieser Schritt mehr als zu erwarten gewesen. Jetzt liegen die Fakten auf dem Tisch.

  • 02.2019 – Einstellung der Upload Möglichkeit auf die Seite von Fotolia. Es ist nur noch der Upload auf die Adobe Plattform möglich.
  • 11.2019 – Abschaltung der Fotolia Website

Bis zum 05.02.2019 haben alle Fotolia Fotografen die Gelegenheit ihren Fotobestand von Fotolia Account mit dem Adobe Account zu synchronisieren um einen kontinuierlichen Verkauf der Fotos zu ermöglichen.

Der Adobe Account kann kostenlos und ohne Bindung an ein Software Abo eröffnet werden.

Wir lassen uns dann einmal überraschen, welche Änderungen noch zu erwarten sind.

Hier geht es zur Adobe Stock Website:   Agentur Website

Auch Adobe Stock bietet eine FAQ Seite an, HIER ist der Link:  Adobe Stock FAQ

Stockfotografie und PayPal

Was haben diese beiden Punkte miteinander zu tun? Diese Frage drängt sich geradezu auf und ist sehr einfach zu beantworten.

Bei deutschen Agenturen erfolgt die Auszahlung in der Regel auf ein deutsches Bankkonto. So einfach, so gut. Doch wie sieht das bei ausländischen Agenturen aus. Diese verfügen im seltensten Fall über Bankkonten innerhalb der EU, und haben als Auszahlungsweg, wie in den USA üblich, die Auszahlung per Scheck favorisiert. Ein für uns, auf Grund der hohen Bankgebühren, mehr als unlukrativer Weg.

Als Auszahlungsweg, der ein akzeptables Kosten / Nutzen Prinzip anbietet, hat sich der Bezahldienst PayPal etabliert. Die Kosten bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen und die Nutzung des Dienstes ist verhältnismäßig einfach und auch einigermaßen sicher (wenn man sich an die Spielregeln hält)

Ich selbst nutze den Bezahldienst bereits seit vielen Jahren und habe bisher keinerlei Probleme festgestellt. Die in unterschiedlichen Währungen eingehenden Auszahlungsbeträge kann ich direkt für weitere Investitionen in meine Ausrüstung nutzen. Ich kann eigentlich nur jedem Stockfotografen ein solchen PayPal Account ans Herz legen, um die Früchte der Arbeit einfach und sicher zu erhalten.

Werbung/Afility:    Hier geht es zur PayPal Anmeldung

Dateiformat für Stockfotos

Nicht jedes der unzähligen Grafik- oder Bildformate ist für die Einreichung von Dateien zur Aufnahme in die Agentur-Datenbank erwünscht oder geeignet.

Die Agenturen fordern die einzureichenden Dateien normalerweise im JPG-Format. Doch dies alleine reicht noch nicht, denn die Anforderung an die Dateien gehen über das reine Dateiformat hinaus. Neben der Tatsache, dass die Fotos nicht mit Wasserzeichen oder Rahmen versehen sein dürfen, so sollten diese Fotos auch soweit als möglich unbearbeitet sein. Darunter sind Farbverfremdung, Solarisation oder sonstige „kreative“ Filter zu verstehen.

Von der Entwicklung (Bildbearbeitung) der Bilddateien im RAW-Konverter, die sich auf Anpassungen im Weißabgleich, der Belichtung, des Tonwertes oder auf die Korrektur von Objektivfehlern beschränken sollten, einmal abgesehen, sind zusätzliche Bearbeitungen wie eine künstliche Aufblähung des Bildes von zum Beispiel 3 Mill. Pixel auf 10 Mill. Pixel schlichtweg untersagt. Auch der Versuch unscharfe Fotos durch übermäßiges Nachschärfen zu retten, sollten tunlichst unterlassen werden. Diese Maßnahmen führen eigentlich immer zu einer Ablehnung.

Auch beim Speichern der Dateien sollte auf eine zu große Komprimierung der Fotos verzichtet werden, denn auch dieses führt zu immensen Qualitätsverlusten, die ebenfalls mit einer Ablehnung geahndet werden. Darum werden JPG Dateien mit einer gegen Null gehenden Komprimierung, also in der höchsten Qualitätsstufe erwartet.

Wenn diese „Kleinigkeiten“ beachtet wird, sollte einer Annahme aus technischer Sicht nichts mehr entgegen stehen.

Stockfotografie und Lizenzen

Die von Ihnen angebotenen Fotos können über die Agenturen auf verschiedene Art und Weise für eine Nutzung lizensiert werden. Die beiden Lizenzvarianten sind:

  • Royalty Free (RF)
  • Right Managed (RM)

Bei einem Vertrieb über Agenturen verkaufen Sie nicht das Foto als solches, sondern nur das Recht auf die Nutzung des Fotos.

  • Der Begriff „Royalty Free (RF)“ wird oftmals als „Lizenzfrei“ übersetzt. Diese in meinen Augen fehlerhafte Übersetzung suggeriert, dass das erworbene Foto für jeden Einsatz uneingeschränkt zur Verfügung steht. Dies ist schlichtweg falsch, denn auch bei diesen Fotos gibt es Regeln und Lizenzbestimmungen, die beachtet werden müssen. Jede Benutzung von Fotos ohne Einhaltung der Lizenzbestimmungen ist illegal. Fotos die gemäß der „Royalty Free“ Lizenz angeboten werden, gestatten meist eine sehr weitreichende Nutzung zu einem geringen monetären Einsatz. Diese Fotos werden meist über Mikrostock Agenturen vertrieben und sind für den Massenmarkt bestimmt. Diese Lizenzversion gestattet den Einsatz im Web ebenso wie in Publikationen. Der Umfang der tatsächlich eingeräumten Nutzungsrechte sind den AGBs der Agenturen zu entnehmen, da das Nutzungsspektrum von Agentur zu Agentur sehr unterschiedlich ist.
  • Fotos die im Rahmen einer „Right Managed (RM)“ vertrieben werden, besitzen ein speziell an den Verwendungszweck angepasstes Nutzungsrecht. Dem Bildeinkäufer muss somit bereits im Vorfeld klar sein, wo und wofür und wie lang er das Foto nutzen möchte. Denn diese Parameter bestimmen die zu entrichtende Nutzungsgebühr. Fotos die über diese Nutzungslizenz vertrieben werden, werden Exklusiv vertrieben um eine parallele Mehrfachnutzung zu verhindern, was natürlich durch einen höheren Erlös honoriert wird.

Die Wahl des Lizenzverfahrens obliegt dem Fotografen, und sollte mit bedacht und realistischem Blick auf das eigene Portfolio gewählt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, egal welchen Weg Sie für sich wählen, es ist Ihr Weg und Ihre Entscheidung. Es gibt keine Regeln für den „richtigen“ Weg

Die Lizenz zum Fotografieren und veröffentlichen

Ein paar Fotos sind mit der „immer dabei“ Kamera, oder aber Ihrer kompletten Fotoausrüstung, schnell gemacht. Sei es jetzt die Truppe sympathischer Menschen am Tisch im Biergarten nebenan, der vorwitzige Affe in seinem Zoogehege oder der apart gedeckte Frühstückstisch mit dem neuen Geschirr.

Gegen diese Fotos ist sicherlich nichts einzuwenden, solange Sie diese „nur“ für ihre persönliche Erinnerung erstellt haben, und Sie sich alleine daran erfreuen. Doch sobald Sie gedenken diese Fotos der Öffentlichkeit zu präsentieren oder diese sogar über eine Fotoagentur zu vertreiben gedenken, dann gelten ganz andere Regeln.

Sie benötigen für jedwede Veröffentlichung oder jeden Verkauf eine schriftliche Genehmigung (Release).

  • Bei Fotos von Personen heißt diese „Model Release“
  • Bei Fotos von Gegenständen, nicht öffentlichen Plätzen, in Gebäuden benötigen Sie ein „Property Release“

In bestimmten Fällen werden für ein Foto sogar beide Genehmigungen gleichzeitig benötigt

Daraus ergibt sich die Frage, wann ich ein solches Release benötige. Kurz zusammengefasst betrifft das die folgenden Punkte:

  • Die Personen im Foto sind erkennbar abgebildet
  • Sie haben von privatem Gelände aus fotografiert
  • Sie haben in einem Gebäude fotografiert
  • Sie haben Gegenstände auf dem Foto abgebildet die einen besonderen Schutz genießen. (Namentlich sind dies der Geschmacksmusterschutz und der Designschutz, aber auch Kunst fällt darunter)

Und als ob dieses nicht schon verwirrend genug wäre, fordern viele Agenturen diese Releases auch noch auf eigenen Vorlagen, anstatt sich auf einen gemeinsamen geltenden Standard zu einigen.

An anderer Stelle gehe ich noch etwas ausführlicher auf die beiden Release Varianten ein, und auf deren spezielle Eigenarten.

Einige Inhalte sind aber bei beiden Varianten identisch und werden darum an dieser Stelle schon einmal gelistet. In jedem Release sollten die folgenden Punkte eindeutig definiert sein:

  • Die persönlichen Daten des Fotografen
  • Die persönlichen Daten des Vertragpartners
  • Die eindeutig definierte Verwendung der Fotos
  • Die Anzahl der Fotos die dieser Vertrag beinhaltet, sowie eine Kurzbeschreibung des Inhaltes
  • Die vom Fotografen gezahlte Vergütung an den Vertragspartner
  • Die Verwertungsrechte der Fotos durch den Vertragspartner
  • Der eventuelle Anteil an den zukünftigen Erlösen, der an den Vertragspartner gezahlt werden sollen
  • Rechtsverbindliche Unterschriften der Vertragspartner und der Zeugen

Je eindeutiger das Release verfasst ist, umso seltener ist zukünftig mit einem Streit über den Inhalt des Vertrages zu rechnen. Die im Vorfeld geleistete Mehrarbeit, die durch einen ausführlich erstellten Vertrag entsteht, macht sich in der Zukunft unter Garantie bemerkbar.

 

Achtung: Dies ist keine Rechtsberatung und dient lediglich als Hinweis auf bestehende Regeln die zu beachten und einzuhalten sind. Eine belastbare und gerichtsfeste Aussage kann nur ein Rechtsanwalt tätigen.

Verschlagwortung – Keywording

Wie lassen sich bestimmte Fotos in den vielen Millionen Fotos umfassenden Bildbeständen der Agenturen finden.

Nun die Antwort ist eigentlich sehr einleuchtend und einfach. Man versieht die Fotos mit entsprechenden Suchbegriffen, nach denen man suchen kann.

Nach dem Upload der Fotos auf die Agenturseiten bietet sich im Normalfall eine Gelegenheit die Suchwörter in ein Datenfeld einzutragen. Somit sind die Suchbegriffe in der Datenbank der Agentur abgelegt und können von potenziellen Käufern durchsucht werden, um das für den Käufer „passende“ Foto zu finden.

Bei der Partnerschaft mit EINER Agentur ein sicherlich nicht sehr komfortabler aber gangbarer Weg, sollten Sie aber mehr als EINE Agentur als Vertriebsweg nutzen, dann wird diese Vorgehensweise zu einer schier nicht enden wollenden stupiden Beschäftigung. Aus diesem Grund sollten Sie die Suchbegriffe in den Bilddateien hinterlegen.

Das bedeutet, dass Sie die IPTC Daten ihrer Fotos pflegen. Dabei steht “IPTC” für “International Press Telecommunications Council”. Diese Organisation hat einen Standard festgelegt, mit dem die Informationen in den EXIF Daten der Fotos gespeichert werden.

Sie tragen dazu einmalig die Informationen (z.B.: Suchwort, Fotograf, Titel, u.s.w.) mit der Hilfe einer Software (einem EXIF-Editor) in die entsprechenden Datenfelder ein und diese Informationen stehen ihnen zukünftig immer wieder zur Verfügung. Dieser Standard ermöglicht es den verschiedenen Agenturen, die von Ihnen gepflegten Daten automatisch auszulesen und in der Agentur-Datenbank zu nutzen. Somit ersparen Sie sich bei jeder erneuten Verwendung des Fotos, all die Informationen erneut eingeben müssen. Dies ist eine effektive Möglichkeit, die Mühen der Bildbeschreibung zu minimieren.

Ich selbst nutze bei der Verschlagwortung der Fotos eine Datenbank, um mich dort an einem sortiert hinterlegten Wortschatz zu bedienen. Als Mac-User benutze ich dazu die Software „NINOX“.

Diese kleine Datenbank besteht nur aus wenigen Datenfeldern

  • Suchwort (der Oberbegriff unter dem ich die Information suche)
  • Kategorie (zu welcher Gruppe gehört der Begriff, z.B.: Tiere, Pflanzen, u.s.w.)
  • Keyword-deutsch (deutsche Suchbegriffe, durch Komma getrennt)
  • Keyword-englisch (englische Suchbegriffe, durch Komma getrennt)
  • Fachbezeichnung (lateinische Namensgebung bei Tieren und Pflanzen)

Eingabemaske

Sollte ich jetzt das Foto einees Fischotters in Englisch verschlagworten wollen, dann suche ich nach dem Begriff „Fischotter“. Es öffnet sich ein Formular mit den oben gelisteten Datenfeldern. Ich kopiere den Inhalt des Feldes „Keyword-englisch“ in den Zwischenspeicher und füge diese Daten dann in das entsprechende IPTC-Datenfeld ein. Nach gleichem Prinzip verfahre ich mit der lateinischen Fachbezeichnung, die bei mir ein Bestandteil der „Bildbeschreibung“ und/oder des „Bildtitels“ ist. Durch die Verwendung des Kommas als Trennzeichen, werden die Suchbegriffe sofort als mehrere Wörter erkannt und eine Nachbearbeitung ist nicht mehr erforderlich.

Da ich in meiner Datenbank nur allgemeinbeschreibende Wörter hinterlegt habe, ergänze ich nun die im Datenfeld einkopierten Wörter durch Farb- oder Stimmungsspezifische Begriffe.

So kann ich auch nach Jahren wieder auf Begriffe zurückgreifen, die ich zwischenzeitlich vielleicht gar nicht mehr benutzt habe, ohne alle Begriffe komplett neu zusammen tragen zu müssen.

IPTC Daten

Im Bereich der IPTC Daten werden wichtige und hilfreiche Informationen die das Foto betreffen abgespeichert. Die technischen Bildinformationen werden in den Exif Daten gespeichert. Doch im Vorfeld erst einmal eine kleine Erklärung, was sich eigentlich hinter diesen Abkürzungen verbirgt.

IPTC – ist die Bezeichnung für einen Standard in dem Bildinformationen (Fotograf, Keywords und Copyrightinformationen) innerhalb der Bilddaten abgespeichert werden können. Dabei steht IPTC für „International Press Telecommunications Council“.

Exif – steht für Exchangeable Image File Format und bezeichnet einen Standard mit dem technische Informationen in einem Bild gemäß der Vorgaben abgespeichert werden. Diese Informationen werden auch allgemein als Metadaten bezeichnet.

Doch zurück zu den IPTC-Daten die bei richtiger Anwendung das Leben des Stockfotografen immens vereinfachen können. Denn wurden die IPTC Datenfelder einmalig mit der Hilfe eines entsprechenden Editors ausgefüllt, und der Feldinhalt abgespeichert, so stehen diese Informationen zukünftig immer bei Bedarf zur Verfügung. Dies bedeutet, dass jede Agentur, welche die IPTC Daten ausliest (und dies sind fast alle), den Feldinhalt gemäß der Spezifikation in die Datenfelder der Agenturdatenbank automatisch einpflegt. Somit entfällt die erneute manuelle Eingabe der Bildinformationen bei jedem Bild und jedem Upload. Dies ist eine nicht zu verachtende Zeitersparnis.

Nicht alle IPTC Datenfelder besitzen die gleiche Gewichtung, somit gibt es Datenfelder die jeder Fotograf unbedingt ausfüllen sollte und es gibt einige Datenfelder, bei denen ist eine Dateneingabe zwar hilfreich aber eigentlich mehr als eigene Informationsbasis gedacht.

Eine nicht vollständige Übersicht über wichtige und etwas weniger wichtige Datenfelder können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

 

Übersichtsliste einiger IPTC Datenfelder

FeldnameFeldnamemaximaler Feldlänge in Zeichenhohe Priorität
HeadlineÜberschrift oder Titel des Bildes256Ja
Caption/ AbstractBeschreibung des Bildinhalts2000Ja
KeywordsKeywords - SuchbegriffeJa
By-lineName des Fotografen32Ja
By-line TitleTitel des Fotografen32
CopyrightsBildrechte128Ja
ContactKontakt zum Fotografen128
Object NameTitel des Bildes64
Date CreatedAufnahmedatum8
Time CreatedAufnahmezeit11
CityAufnahmeort: Stadt32Ja
SublocationAufnahmeort: Ort innerhalb einer Stadt32Ja
Province/ StateAufnahmeort:
Bundesland / Kanton
32
Country/ Primary Location CodeAufnahmeort: Staat-Kennung nach ISO 31662 oder 3
Country/ Primary Location NameAufnahmeort:
Name des Staates
64Ja
Special InstructionsSpezielle Anweisungen256Ja
Originating ProgramProgramm, mit dem das Bild erzeugt wurde32
Edit StatusBearbeitungsstand64
Writer/ EditorAutor der IPTC-Daten128

Microstock-Fotografie als Hobby

„Was betreibst Du für ein Hobby?“ Diese Frage wurde mir in den letzten Jahren mehr als einmal gestellt. Und ich versuche auch an dieser Stelle eine Erklärung und Antwort auf selbige zu liefern.

Hobby ist eine Beschäftigung in der arbeitsfreien Zeit und sollte der Entspannung und Erholung dienen. Bis hierhin ist das sicherlich noch eindeutig, aber ist das nicht auch eine Art von Arbeit?

Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach und lässt sich nicht auf wenige Worte beschränken. Das für mich wichtigste vorweg; Microstock-Fotografie ist für mich eine Beschäftigung in der Freizeit und dient nicht der Generierung meines Einkommens. Meine Lebenshaltungskosten decke ich durch eine Beschäftigung auf gänzlich anderem Gebiet. Microstock-Fotografie betreibe ich ausschließlich in meiner Freizeit, mit dem netten Nebeneffekt, dass ich damit ein wenig mein Budget für den Hobbybereich, – sprich: Für die Fotografie – aufbessere. Somit ist es für mich – Hobby. Bedingt durch diesen Umstand, habe ich in einigen Punkten sicherlich eine etwas andere Betrachtungsweise auf die Microstock-Fotografie als derjenige / diejenige, die ihren Lebensunterhalt durch die Microstock-Fotografie erzielen wollen oder müssen.

Wenn ich mir heute die Frage stelle, wie ich eigentlich dazu gekommen bin, mir die Microstock-Fotografie als Hobby auszusuchen, ist die Antwort eindeutig, aber nur wenn klar ist, was für mich eigentlich Microstock-Fotografie ist und welchen Stellenwert ihr ihr einräume.

Dieses Wortgebilde „Microstock-Fotografie“ setzt sich aus den Worten „Fotografie“ und „Lager, Depot“ sowie „klein“ zusammen.

Microstock-Fotografie ist die Schaffung von Lichtbildnissen auf Vorrat um diese zu einem kleinen Preis zu veräußern. Die Veräußerung wird durch Agenturen erledigt.

Mit der Zeit wuchs mein Archiv immer weiter an und es entstand der Wunsch, diese Fotos nicht nur im Kreise der Familie oder Freunden zu zeigen, sondern diese Fotos auch weiteren Personenkreisen zugänglich zu machen. Es entstand der Wunsch nach einer Anerkennung in der Öffentlichkeit. Eine Ausstellung ist sicherlich auch Öffentlichkeit, aber die Möglichkeit eine Ausstellung zu bestücken kommt ein Hobbyfotograf nur äußerst selten, wenn überhaupt.

Also sucht man sich eine andere Öffentlichkeit um die gewünschte Bestätigung zu bekommen. Die höchste Art und Weise um Bestätigung und Anerkennung zu erhalten, ist für mich die Tatsache, für meine Werke etwas materielles, monetäres zu erhalten. Kurzum gesagt; „Für meine Fotos Geld zu bekommen“.

Denn es gibt kein Mensch Geld für etwas aus, was er nicht braucht oder mag. Mehr Anerkennung und Bestätigung kann ich nicht erhalten, als das jemand mein Foto mag und sogar bereit ist, mir dafür Geld zu geben. Erfolg und Anerkennung pur und in höchster Form.

Ich bekomme etwas Geld und somit Anerkennung für meine Fotos und habe dadurch die Möglichkeit mein Einkommen in die Beschaffung von neuer Ausrüstung, oder Reisen für mein Hobby zu reinvestieren. Ich erwirtschafte kein Vermögen oder Reichtümer, und wenn dieses mein einziger Broterwerb wäre, hätte unter Garantie schon vor langer Zeit meine Todesanzeige unter „Verhungert“ in der Zeitung gestanden. Da ich das Ganze aber „nur“ hobbymäßig betreibe, kann ich auch mit „kleinen“ Erfolgen zufrieden sein. Es dauert dann halt nur etwas länger bis das monetäre Ziel erreicht ist.

Microstock-Fotografie ist somit eine Möglichkeit, für meine Fotos Anerkennung und sogar etwas passives Einkommen zu erzielen. Zwei für mich wichtige Aspekte, die ich verbinden konnte und mir eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung verschafft haben. Und als Rentner ist das Ganze sicherlich auch nicht die unpassendste Art sich zu Beschäftigen.