Kleine Helferlein für Stockfotografen – StockAgent NX

Obwohl ich zur Zeit „nur“ rund 10 Microstock Agenturen aktiv beliefere, habe ich aus der Vergangenheit noch in sehr vielen weiteren Agenturen ein Portfolio. Dieses ist der Tatsache geschuldet, dass ich mein Portfolio bei Agenturen nicht lösche, sondern nur ruhen lasse. Dieses führt auch zu einer gelegentlichen Reaktivierung eines Portfolios. Doch dies ist ein anderes Thema.

Damit ich bei der Vielzahl der Agenturen den Überblick über mögliche Verkäufe behalte, nutze ich ein kleines Tool. Diese leider nur für Android erhältliche App mit dem Namen „StockAgent NX“ wird derzeit für eine jährliche Abo-Gebühr von 10,99 Euro auf Google Play angeboten.

Ich benutze diese App um mir die Verkäufe in den Stockagenturen anzeigen zulassen, dabei werden neben den aktuellen Verkäufen, welche auch optisch und akustisch angezeigt werden, sind auch die monatlichen und Gesamtumsätze angezeigbar. Die Anzeigevarianten lassen sich sehr individuell gestallten. All die numerischen Daten werden in druckbaren Statistiken dargestellt. Da diese Daten für derzeit mehr als 50 Agenturen dargestellt werden, geht mir im Grunde auch nicht der kleinste Umsatz bei einer, eher selten verkaufenden Agentur durch die Lappen. Die generierten Umsätze kann ich mir sowohl in Dollar als auch Euro Basis anzeigen lassen, wobei Programmintern in den Einstellungen ein Wechselkurs hinterlegt werden kann. Natürlich nicht nur für den Dollar, sondern auch für Yen und Pfund. All die vielen Daten und auch die Zugangsdaten für die Agenturen lassen sich mit der Backup Funktion der Software bequem sichern. Alle Zugangsdaten zu den Agenturen, werden ausschließlich Lokal auf dem Handy gespeichert. Der Support durch den Entwickler ist vorbildlich und prompt. Jeder Kontakt, und es waren einige, war sehr zielgerichtet und stets freundlich.

Ich benutze diese App oder auch deren Vorgänger seit vielen Jahren und kann als Resümee nur sagen, dass der derzeitige jährliche Abo Betrag ein gut gewähltes Investment ist.

Hier ist ein Link auf die Homepage des Entwicklers.

Pixta – Steckbrief

 

Homepage Sprache: Englisch
Währung: Credits (1Credit = 100Yen)
Auszahlung: auf Anfrage
Auszahlung über: PayPal
FTP / IPTC: Ja / Ja
   
Agenturlink: Agentur Website
Kommentar: PIXTA ist eine Bildagentur aus Japan, die nach erreichen der Auszahlungsgrenze von 50 Credits den erzielten Betrag auf Anfrage auszahlt. Eine Möglichkeit sich im asiatischen Raum zu betätigen

 

Wemark ist Geschichte

Die israelische Microstock Agentur hat heute mitgeteilt, dass sie den Betrieb einstellen wird.

Hier ist ein Auszug aus der Meldung:

Wemark is shutting down

Two years ago we started an incredible journey, aiming to help content creators to reclaim their lost revenue and power. Today, we regret to announce that this journey will end much sooner than expected. New signups, image uploads, and purchases will be disabled starting today.“

Zusätzliche Informationen stehen HIER auf der Agenturseite.

Die Agentur wollte ihre Fotografen mit Cybermoney bezahlen. Eine Variante die anscheinend nicht den erhofften Erfolg hatte.

 

Creative Market – Steckbrief

 

Homepage Sprache: Englisch
Währung: US – Dollar
Auszahlung: auf Anfrage
Auszahlung über: PayPal
FTP / IPTC: Ja / Ja
   
Agenturlink: Agentur Website
Kommentar: Eine Plattform auf der sich kreative Geister wohlfühlen, da hier selbst erstellte Werke angeboten werden können. Es werden aber nicht nur Anbieter mit fertigen Visitenkareten (ein Beispiel) gesucht, alle anderen können auch einfach Fotos hochladen aus denen antere Teilnehmer neue Kunstwerke schaffen. Einfach mal ansehen

 

Nach dem Fotoshooting

Nach einem erfolgreichen Fotoshooting sollen die mit viel Energie erstellten Fotos für den Vertrieb über Fotoagenturen den Weg in die entsprechenden Bildarchive finden. Die Fotos einfach von der Kamera in die Bildarchive hochzuladen ist eigentlich eine nicht so optimale Idee, denn vor dem Verkauf sind noch einige Arbeitsschritte erforderlich. Nachfolgend möchte ich gerne die in meinen Augen notwendigen Arbeitsschritte kurz vorstellen. Dieser Workflow soll ein Anreiz sein, den eigenen Arbeitsablauf zu optimieren, denn nichts ist so kostbar und einmalig wie Zeit.

Wir gehen einmal davon aus, dass bei dem besagten Fotoshooting einige hundert Fotos entstanden sind. Jetzt begleiten wir die Fotos einmal auf ihrem Weg bis zum Upload.

 

Schritt 1 – Sichten, sortieren und auswählen

In einem ersten Schritt werden alle technisch fehlerhaften Fotos aussortiert. Danach folgen auch die künstlerisch und technisch nicht ganz so perfekten Fotos. Das wird so oft durchgeführt bis wirklich nur noch die optimalsten Fotos übrig geblieben sind. Jetzt folgt der nächste Schritt.

Schritt 2 – Bildbearbeitung

Jetzt werden alle eigentlich schon technisch guten Fotos, in einem weiteren Arbeitsschritt noch einmal optimiert, um auch das letzte Quäntchen an Optimum heraus zu kitzeln. Es erfolgt eine Bearbeitung im Bereich des Weißabgleiches, der Schärfe und der Farbsättigung. Alle Punkte werden sachte nachbearbeitet ohne den Bildausdruck zu verändern, er wird nur optimiert. Zu guter Letzt erfolgt die Abspeicherung der Fotos im *.JPG Format in höchster Qualität und ohne Komprimierung. Diesen Arbeitsschritt führe ich mittlerweile mit „Luminar 3“ (Werbung / Affilate Link) durch.

Schritt 3 – Verschlagwortung und IPTC Daten

In diesem Schritt werden die IPTC Datenfelder mit Leben gefüllt. Es erfolgt die Vergabe des Bildtitels und die Erstellung einer prägnanten Bildbeschreibung. Zudem werden die Schlagwörter vergeben. Als Standard versuche ich zwischen 30 und 40 sinnvolle Schlagwörter zu vergeben. Die Verschlagwortung erfolgt in englischer Sprache. Für diesen Arbeitsschritt verwende ich eine spezielle Verwaltungssoftware die lediglich die IPTC Daten in die Bilddateien schreibt und ein erneutes Schreiben der Bilddaten, und somit eine eventuelle Komprimierung selbiger verhindert. Denn eine erneute Komprimierung wäre gleichbedeutetet mit einem Qualitätsverlust. Als Beispiel sei hier der „Exif Editor“ genannt.

Schritt 4 – Upload

Nachdem das Foto optimiert wurde und alle IPTC Daten gepflegt sind, werden die Fotos mit einer Upload Software in die Datenbanken und Bildarchive der Agenturen hochgeladen. Als FTP-Software benutze ich „Filezilla“ und für IStock die Software „Deepmeta“. Nach dem Upload erfolgen die weiteren Agenturspezifischen Eingaben auf den Seiten der jeweiligen Agentur.

Die Einbindung der IPTC Daten in die Bilddateien erlaubt mir jederzeit bei einem erneuten Upload der Fotos diese ohne erneute Eingabe weiter nutzen zu können.

Shotshop – Steckbrief

 

Homepage Sprache: Deutsch
Währung: Euro
Auszahlung: auf Anfrage ab 40,- Euro
Auszahlung über: Bankkonto
FTP / IPTC: Ja / Ja
   
Agenturlink: Agentur Website
Kommentar: Die Zusammenarbeit mit dieser deutschen Agentur kommt erst nach einer Bewerbung mit 10 Fotos zustande.

Shotshop bietet gestaffelte Honoraranteile von 35% bis 75% der erzielten Verkaufserlöse