Microstock-Fotografie und Sony

Im Rahmen meines Systemwechsels habe ich mir mehrfach die Frage nach dem „richtigen“ Kamera-System für die Microstock-Fotografie gestellt. Es rauschten so einige Gedanken durch meinen Kopf und führten irgendwann dazu, dass ich mich genötigt sah, diese einmal zu notieren und für mich zu beantworten. Hier einmal eine kleine Auswahl der an mich selbst gestellten Fragen:

  • Soll es Vollformat sein, oder reicht APS-C?
  • Willst Du weiterhin eine so große und schwere Ausrüstung tragen?
  • Reicht APS-C für die Microstock Fotografie?
  • Fotografie als Hobby oder Lebensunterhalt?
  • Wo liegen Deine Ansprüche wirklich?
  • Was ist zukunftssicher?
  • Warum willst Du das System wechseln?
  • u.s.w.

Im Laufe einer schier unendlichen Zeit fand ich nach und nach Antworten auf meine Fragen und habe mich für den jetzt eingeschlagenen Weg entschieden. Eine der am leichtesten zu beantwortenden Fragen war die Frage nach der Basis für meinen Lebensunterhalt. Da ich nicht von der Fotografie lebe und auch nicht vorhabe dieses zu ändern, war klar, dass alle Betrachtungen von Seiten eines Hobbystockers und Hobbyfotografen zu erfolgen haben. Was auch gleich dazu führte, festzustellen dass das Vollformat zwar ganz nett und schön ist (denn es bringt einige qualitative Vorteile im Vergleich zum APS-C Format), aber dass diese Investitionen nicht unbedingt notwendig sind. Die Qualität der APS-C Format Kameras ist sowohl für meine Ansprüche als auch denen der Agenturen mehr als ausreichend. Denn als Hobbystocker möchte ICH mein Hobby genießen und mich nicht einem unnötigen technischen Druck unterwerfen, der mich nötigt immer die neueste und modernste Kamera sein Eigen zu nennen.

Da ich altersbedingt und auf Grund einer ruinierten Gesundheit ziemlich stark angeschlagen bin, war es nur zu verständlich, dass ich mich für eine körperschonende Ausrüstung entschieden habe. Ich wollte weniger tragen müssen, aber dieses ohne auf Qualität verzichten zu müssen. Also war für mich klar, dass ich auf ein Spiegelloses kompaktes Kamerasystem umsteigen werde. Die Wahl fiel dabei nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen auf das Sony Alpha System.

Da ich weder von Sony gesponsert oder sonst irgendwie unterstützt werde, sind alle hier getätigten Äußerungen von mir und spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider. Welche ausschließlich durch meine persönlichen Erfahrungen geprägt sind. Dieser Blog soll jedem eine Hilfe sein, der vor ähnlichen Überlegungen steht. Ich möchte lediglich all die Entscheidungshilfen die ich zu Rat gezogen habe auch jedem interessierten Leser zur Verfügung stellen, damit sich dieser ein eigenständiges Bild machen kann. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Entscheidung nach dem „richtigen“ Kamerasystem, muss jeder für sich selbst treffen.

Ich habe mich entschieden zukünftig in der Microstock-Fotografie auf das Sony Alpha System zurück zu greifen.

Sind Fotografen eigentlich auch Naturschützer?

In meinen Augen lässt sich Fotografie, mit den Schwerpunkten: Natur, Landschaft, Tier und Makro, eigentlich nicht vom Thema“ Naturschutz“ trennen. Denn ist die uns überall umgebende Natur erst einmal zerstört oder gänzlich ruiniert, dann haben wir nichts mehr was wir fotografieren wollen oder können (das gilt für die oben genannten Themengebiete). Es ist sicherlich auch unbestreitbar das wir durch Unachtsamkeit oder „eigene Blödheit“ die eine oder andere Pflanze beschädigen oder gar zertrampeln. Doch ich glaube, dass dies nicht mit Vorsatz geschieht. Ebenso werden wir auch schon so manches Insekt von dieser Erde verbannt haben, doch dies nicht aus Freude am Töten, sondern vielmehr aus den vorgenannten persönlichen Unzulänglichkeiten. Ich hoffe das bei Ihnen, ebenso wie bei mir, unsere achtbeinige „Thekla“ ihren Wohnsitz in der Zimmerecke oder auf dem Balkon behalten darf. Ich freue mich jedes Jahr im Herbst aufs neue, wenn „meine“ Kreuzspinne im Blumenkasten wieder ihr Netz aufspannt.

Fotografen sind in meinen Augen Menschen, die die Schönheit und die Einmaligkeit der Natur erkannt und schätzen gelernt haben. In den letzten Tagen habe ich ein Buch von Prof. Peter Berthold und Gabriele Mohr gelesen. Es heißt:

Vögel füttern, aber richtig: Das ganze Jahr füttern, schützen und sicher bestimmen

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Klar, auch ich habe auf meinem Balkon im Winter meine gefiederten Gäste bewirtet und mit Futter und Wasser versorgt, doch mit dem Beginn des Frühjahres habe ich die Futtergaben eingestellt und mich auf das darbieten von Wasser beschränkt. Dieses Buch hat mir aufgezeigt, dass mein Verhalten im Winter schon sehr hilfreich für die Vögel war, doch eine kontinuierliche Fütterung über das ganze Jahr hinweg würde unseren gefiederten Freunden mehr helfen.

Warum??

Durch das nicht mehr zu leugnende Insektensterben und das Verschwinden von Wild-(Un-)kräutern aus unseren Gärten und Feldern fehlt es einfach an ausreichend Futter für unsere geflügelten Mitbewohner. Dieses heute fehlende Futter erschwert oder verhindert sogar die Eiablage und Aufzucht von Nachwuchs, sowie die bei einigen Arten typischen Zugaktivitäten nach Afrika. Dies alles führt nachweislich zu einem Rückgang der Vogelpopulation in unseren Breiten und vor allem in Deutschland. Während in anderen Europäischen Ländern die Ganzjahresfütterung mittlerweile fester Bestandteil der Tierschutzmaßnahmen ist, beginnen wir erst langsam darüber nachzudenken. Wir sollten nicht zu lange mit einer Entscheidung warten, denn bei einem immer schneller fortschreitenden Rückgang der Vogelpopulation, wird es allmählich Zeit zu handeln.

Oder uns gehen irgendwann unsere Motive aus.

Eine Tatsache die sicherlich die schlechtere Alternative ist. Ich habe die Gedanken und die Bedenken der beiden Autoren nachvollziehen können, aber vor allem konnte ich den vielen Fakten und Tatsachen uneingeschränkt folgen. Dieses Buch hat mich zum Nachdenken und zur in Fragestellung meiner Lebenseinstellung bewogen. Dies alles mit dem Ergebnis, dass ich ab sofort auch eine Ganzjahresfütterung auf meinem Balkon anbieten werde.

Dies ist sicherlich, global betrachtet, nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein, aber wenn Sie alle mitmachen, dann wird daraus vielleicht etwas mehr als ein Tropfen, mit dem Effekt, dass wir unsere gefiederten Gäste auch zukünftig zu einem spannenden und erfüllenden Fotoshooting einladen können, weil es unsere heimischen Wildvögel noch gibt.

Wir können es auch anders betrachten, dass von uns an die Vögel verfütterte Futter ist lediglich der Anteil an der Gage der jedem Model zusteht. So wie zweibeinige Models eine Gage für ein Fotoshooting erhalten, so können wir uns auch bei unseren gefiederten Models für ihre Mitarbeit bedanken. Wir bezahlen sie mit einer regelmäßigen Futtergabe. Eine Betrachtung die dem einen oder anderen die Entscheidung vielleicht etwas vereinfacht.

Ich kann dieses Buch nur jedem Fotografen, mit einem Faible für Natur und Tiere, ans Herz legen. Natürlich sollte auch jeder andere dieses Buch lesen und seine Verhaltensweise hinterfragen.

Dies alles getreu meinem Leitspruch:

„Dieser Planet ist nur von unseren Kindern geborgt, ….“ (Autor unbekannt)

Oder mit anderen Worten, ich möchte gerne, dass meine Enkelkinder diese wundervollen Geschöpfe mit eigenen Augen sehen und bei ihren morgendlichen Konzerten mit eigenen Ohren zuhören können. Ich selbst habe das Vergnügen morgens nach dem Aufwachen durch ein wundervolles, beruhigendes Konzert in meinen stressigen und hektischen Tag hinein geleitet zu werden. Ich möchte meinen Enkeln diese farbenfrohen und artenreiche Tiere nicht auf meinen Fotos zeigen müssen, mit dem Spruch: “Es war einmal…“, oder spiele ihnen irgendwelche Audiomitschnitte vor.

Lassen Sie uns einen Schritt in eine etwas buntere und artenreichere Welt machen, zwar ein kleiner aber immerhin überhaupt ein Schritt in die „richtige“ Richtung.

Hier ist der Link zum Buch (Werbung)

Wieso Sony???

Mit dem Wunsch der Gewichtsreduzierung meiner Fotoausrüstung, erfolgte mein Einstieg in die Sony Welt. Denn es sollte nicht nur ein Wechsel in eine andere Kameraausrüstung sein, es sollte vor allem ein Wechsel zu einer kleinen aber qualitativ hochwertigen Kameraausrüstung werden. So landete ich schließlich im Sony System. Da der Wunsch nach einer kleinen Kamera im Vordergrund stand, wurde die a6000 als auserwählte Kamera die Basis meines neuen Kameraequipments.

Ich war und bin immer noch überzeugt von der hohen Qualität der Kamera und ihrer technischen Ausstattung und den überzeugenden Fähigkeiten. Ich werde mich an dieser Stelle nicht in eine Aufzählung dieser ergehen. Fakt ist für mich, dass ich mir damit den passenden Begleiter ausgesucht habe obwohl ich mit dem Gedanken spiele, meinen Kamerapark um ein weiteres, jüngeres Modell aus der alpha6… Reihe zu erweitern.

Heute trage ich meine Ausrüstung in einer kleinen Tasche mit mir herum, vor ein paar Jahren war dazu noch ein großer Fotorucksack erforderlich. Ich genieße diese Veränderung. Und dabei war diese nicht mit einem qualitativen Rückschritt verbunden, ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass sich meine Möglichkeiten vergrößert haben.

Da mit dem Systemwechsel auch die Frage nach den zukünftig zu nutzenden Objektiven verbunden war, stellte sich die Frage ob die „alten“ Canon Objektive mittels Adapter weiter benutzt werden sollen, oder ob es zu Neuanschaffungen mit nativem Objektivanschluss für des Sony E-Mount System kommen soll. Ich habe mir die Antwort nicht leicht gemacht, denn diese Entscheidung ist schließlich mit hohen Investitionen verbunden, je nachdem wie sie ausfällt.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich versuche ohne Adapter auszukommen und rüste auf native E-Mount Objektive um. Zum jetzigen Zeitpunkt gehören sowohl Sony als auch Sigma Art Objektive zu meiner Ausrüstung. Dieser Weg ist im Nachgang betrachtet die für mich richtige Entscheidung gewesen. Manch anderer wird sicherlich aus anderen Gesichtspunkten betrachtet eine andere Entscheidung treffen.

Somit hoffe ich halbwegs verständlich dargelegt zu haben, warum meine Kamera Orientierung ziemlich Sony lastig ist.

Canon, Minolta, Sony und Co

Im letzten Post hatte ich geschrieben, dass ich mit Canon zusammen langsam in die Jahre gekommen bin. Angefangen hatte ich mit einer analogen Spiegelreflexkamera – einer AE-1 – und habe im Laufe der Jahre einige Modelle aus dem Hause Canon im Einsatz gehabt.

Irgendwann erfolgte der Sprung zu meiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera, einer Canon 350D. Im Vorfeld kamen sowohl digitale Kompakt- als auch Bridgekameras und sogar eine digitale Spiegelreflexkamera von Minolta zum Einsatz.

Da ich von Berufs wegen her der Computertechnik mehr als aufgeschlossen war, war dieser Umstieg eigentlich vorprogrammiert. Die Möglichkeiten der digitalen Bilderstellung und Bildverarbeitung faszinierten mich sehr schnell. Es folgten in meiner Evolutionsgeschichte einige Digitale Kameramodelle von Canon bis hin zur Canon 700D, die auch heute noch aktiv genutzt wird.

Doch mit zunehmendem Alter (ich rede dabei von meinem Alter) und weiteren gesundheitlichen Einschränkungen, verspürte ich den Wunsch mein Kameragepäck etwas Rückenfreundlicher zu gestalten.

Im Laufe dieser Überlegung erstand ich damals eine Kamera im MTF Format, eine Panasonic G1. Es blieb eine kurze Episode. Ich wollte eine Kamera, die einen APS-C Chip besitzt, also die identische Größe meiner bisher eingesetzten Spiegelreflexkameras. Es wurde Systemintern gesucht und eine Canon M-1 getestet. Der Test führte dazu, es mit einer andren Kamera erneut zu versuchen. Canon hat diesen Kamerasektor zu stiefmütterlich behandelt und das damalige Modell enttäuschte mich sehr (Thema: Autofokus).

So landete ich bei Sony und einer a6000. Da Sony kein etablierter Kamerahersteller war, hatte ich damals so meine Berührungsängste. Doch dieser Zustand ist längst vorüber und vergessen.

Es war, in meinen Augen, eine gute Entscheidung und der Start einer neuen „Liebe“. Heute liebäugle ich mit der a6500 (Darum auch die Pressemitteilung von Sony zu dieser Kamera, obwohl nicht mehr taufrisch aber mehr als aktuell), oder dem für 2018 erwartetem Nachfolgemodell. Dazu werde ich die Preisentwicklung genauer verfolgen müssen.

Alles in allem ein Wechsel den ich nicht bereue und der mich animiert meine Ausrüstung (Objektive und Zubehör) entsprechend zu modifizieren. Zum Thema Sony werde ich mich später weiter äußern.

Wer schreibt hier eigentlich?

Anonymität im Internet ist ja allgegenwärtig, trotz Impressum ist eigentlich nicht klar, wer hier seinen Senf zu irgendwelchen Themen abgibt. In die Reihe der „Anonymen“ möchte ich mich nicht einsortieren, darum werde ich von Zeit zu Zeit etwas mehr von mir und über mich verraten.

Ich bin ein männlichen Vertreter der Gattung „Zwangs-Single“ und habe die Schallgrenze der 50 Lebensjahre schon vor geraumer Zeit überschritten. Bereits in meiner Jugend hatte ich Begeisterung für die Fotografie verspürt, und diese zu meinem Hobby erkoren. Mangels Taschengeld (Ausbildungsvergütung) und Zeit, leider nur mit geringem Erfolg und Engagement.

Neben einem Job, mehr als 20 Jahre im Aussendienst,  der mich täglich (inclusive. der Wochenenden) mehr als ausgefüllt und beschäftigt hat, habe ich hier meine Entspannung und Ablenkung gesucht. Doch neben Beruf und Kindern (zwei wundervolle Töchter nebst Partner und seit knapp zwei Monaten auch eine süße Enkeltochter) spielte dieses Hobby leider nur eine untergeordnete Rolle. Denn Freizeit war selten und rar.

 Heute ist meine berufliche Position definiert und nach einigen Rückschlägen im privaten und gesundheitlichem Bereich, wurde ein altes Hobby wieder reanimiert, und bildet heute einen meiner Grundpfeiler in meiner Freizeit. Als Steigerung des ganzen folgte dann vor einigen Jahren der Einstieg in die Stockfotografie.

Eine kurze Anmerkung zur Ausrüstung: Im Alter von 17 Jahren habe ich meine erste Canon Spiegelreflexkamera bekommen. Ich bin dem Canon System bis heute verbunden geblieben, obwohl ich mittlerweile parallel eine Ausrüstung auf Basis eines Sony α6000 besitze. Doch dieses ist ein anderes Thema, zu dem ich sicherlich noch einiges schreiben werde.